Elektroladesäule

Viertes Zukunftsforum "E-mobiles Brandenburg"

Am 10. April 2019 fand in Potsdam das Vierte Zukunftsforum "E-mobiles Brandenburg" statt. Die Veranstaltung diente sowohl als Auftakt für die neue Anlauf- und Koordinierungsstelle E-mobiles Brandenburg (AK EMO) als auch als offizieller Abschluss des PIOnEER²-Projekts des Reiner Lemoine Instituts (RLI) und dem Austausch der Akteure im Land.

139 Teilnehmer u. a. aus der Energiebranche, den Kommunen und der Wissenschaft haben ihr Wissen und die Erfahrungen im Bereich Elektromobilität sowie Ladeinfrastruktur durch Vorträge, Workshops und Informationsstände erweitern und austauschen können. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die AK EMO, das PIOnEER²-Projekt und die Initiative E-mobiles Brandenburg vorgestellt. Außerdem wurde durch die Partnerorganisation eMO Berlin die zukünftige Zusammenarbeit mit der neuen Anlauf- und Koordinierungsstelle E-mobiles Brandenburg erläutert.

In fünf unterschiedlichen Keynotes konnten folgende Themen beleuchtet werden:

  • Standortanalyse - Elektroladesäulen in Brandenburg
  • Ladeinfrastruktur aus Betreibersicht in Brandenburg
  • Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb für die Schiene - Vorstellung der Brandenburger Heidekrautbahn
  • Entwicklung eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Reiseflugzeugs in Brandenburg
  • Grüne Logistik - ein Ansatz aus Brandenburg

Die Standortanalyse - Elektroladesäulen in Brandenburg, eine Standortbewertungsanalyse für Elektroladestationen, wurde durch das Regionale Energiemanagement Brandenburg erarbeitet und im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt. Die Analyse stellt eine Handlungsempfehlung für Kommunen und Investoren dar.

Der Nachmittag stand im Zeichen der Interaktion. So wurden parallel drei Workshops in Form von Praxisgesprächen durchgeführt. Unter der Überschrift "Kompetenzaufbau Elektromobilität" wurden unter der Leitung von Christine Schmidt (IBBF) die zukünftigen Anforderungen im Bereich der Ausbildung und des Lernens im Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette der Energie erarbeitet. Dabei reichen die Berührungspunkte von der Stromerzeugung, über die Fahrzeugherstellung bis zum Service.

Im zweiten Praxisgespräch "Elektromobilität und Mobilitätsmanagement" ging es um die Frage der Einbettung der Elektromobilität in ein übergeordnetes Konzept. Die Teilnehmer haben dabei verdeutlicht, dass Vernetzung und der weitere Ausbau des ÖPNV von großer Bedeutung sind.

Das dritte Praxisgespräch "Ladeinfrastruktur" hat sich unter der Leitung von Oliver Arnhold (RLI) mit der Gestaltung von bedarfsgerechten Ladepunkten beschäftigt. Die Teilnehmer sahen in unterschiedlichen Bereichen Entwicklungspotenziale für Brandenburg. Dabei wurde unter anderem das Verhältnis von Normalladepunkten zu Schnellladepunkten diskutiert.

Im anschließenden Abschlusspanel konnten die in den Praxisgesprächen gewonnenen Erkenntnisse allen Teilnehmern vermittelt werden. Zusätzlich wurden die politischen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Elektromobilität durch Frau Heise vom Ministerium für Wirtschaft und Energie erläutert.

Die Veranstaltung hat das große Interesse an dem Themenkomplex Elektromobilität im Land Brandenburg verdeutlicht. Durch die Vielfalt der Akteure konnten diverse Kontakte neu entstehen und vorhandene ausgebaut werden. Weiterhin sind Anknüpfungspunkte und Themen für weitere spezifische Projekte und Workshops deutlich geworden, welche zukünftig von der AK EMO bearbeitet werden.

Weitergehenden Informationen und die einzelnen Vorträge finden Sie auf der Internetseite der WFBB Energie.