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Webinar: Förderung im kommunalen Klimaschutz

Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik und der Energieagentur Brandenburg lädt das Energiemanagement Prignitz-Oberhavel zur Veranstaltung "Förderkulisse im kommunalen Klimaschutz" ein.

Am Mittwoch, dem 28. Oktober 2020 werden die Angebote der Energieagentur Brandenburg für Kommunen sowie die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative vorgestellt. Die detaillierten Inhalte finden Sie hier.

Das Webinar richtet sich an Vertreter*innen der Städte und Gemeinde, Kommunalverwaltungen, kommunale Unternehmen oder Einrichtungen wie Kitas und Schulen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dem Webinar teilzunehmen.

Die Veranstaltung war ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant. Aufgrund der jüngeren Entwicklung in der Prignitz im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 soll die Veranstaltung nun als Webinar abgehalten werden. Wenn Sie an dem Webinar teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bei Frau Poprawa an (Tel.: 03391 4549-18; E-Mail: kim.poprawa@prignitz-oberhavel.de). Anschließend erhalten Sie die erforderlichen Zugangsdaten.

1. Förderung durch die Kommunalrichtlinie

Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung hat das Bundesumweltministerium (BMU) zum 1. August 2020 die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) erweitert. Antragsberechtigte der Kommunalrichtlinie sowie der Förderaufrufe "Klimaschutz durch Radverkehr" und "Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte" profitieren bis Ende 2021 von erhöhten Förderquoten und reduzierten Eigenanteilen.

Die geänderten Förderquoten im Überblick:

  • Kommunalrichtlinie: Für alle Förderschwerpunkte werden die Förderquoten jeweils um 10 % erhöht (siehe Punkt 5 der Richtlinie). Damit sind für finanzschwache Kommunen erstmals Zuschüsse bis zu 100 % der Gesamtinvestition möglich (siehe Punkt 6.4 der Richtlinie), etwa für das Erstvorhaben Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement oder eine Fokusberatung. Als finanzschwach gelten fortan solche Kommunen, die an einem landesrechtlichen Hilfs- oder Haushaltssicherungsprogramm teilnehmen oder denen die Finanzschwäche durch die Kommunalaufsicht bescheinigt wird (siehe Punkt 5 der Richtlinie).
  • Förderaufruf "Klimaschutz durch Radverkehr": Das BMU gewährt künftig Zuschüsse bis zu 80 % der Gesamtausgaben. Dies entspricht einer Steigerung um 5 %. Finanzschwache Kommunen profitieren von Zuschüssen bis zu 100 % (siehe Punkt 5 des Förderaufrufs).
  • Förderaufruf "Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte": Die Förderquote wird von 70 auf bis zu 80 % angehoben, für finanzschwache Kommunen auf bis zu 100 % (siehe Punkt 5 des Förderaufrufs).
  • Fördermittel im Rahmen der Kommunalrichtlinie können kommunale Akteure das ganze Jahr über beantragen. Die Antragsverfahren in den Förderaufrufen "Klimaschutz durch Radverkehr" und "Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte" sind zweistufig: Projektskizzen können jeweils vom 1. März bis 30. April und vom 1. September bis 31. Oktober eingereicht werden. Aus allen Einreichungen werden die besten Projekte ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.

2. Unterstützung durch die Energieagentur Brandenburg

  • Aufbau eines Energiecontrollings für kommunale Gebäude
  • Bewertung der energetischen Güte von Gebäuden
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz
  • Einsatz von KWK-Anlagen und Erneuerbarer Energien
  • Erarbeitung von Bedarfsprognosen für netzgebundene Energiesysteme
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Variantenvergleiche nach VDI 6025 und 2067 zur Bewertung energierelevanter Investitionen
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung von energetischen Aufgabenstellungen für Konzepte und Sanierungen
  • Durchführung von verwaltungsinternen Workshops zur Problemanalyse und Erarbeitung von Lösungsansätzen und Aufgabenstellungen, Unterstützung bei Gesprächen mit Auftragnehmern
  • Einsatz von Managementinstrumenten, wie eea und dena-EKM