Aktuelle Daten zur Windenergienutzung in Prignitz-Oberhavel

Die Zahl der Windenergieanlagen in den Landkreisen Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz ist in den vergangenen beiden Jahren deutlich zurückgegangen. So sind in diesem Zeitraum gut 60 Windenergieanlagen zurückgebaut worden.

© Tobias Arhelger/Adobe Stock

Die Zahl der Windenergieanlagen in den Landkreisen Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz ist in den vergangenen beiden Jahren deutlich zurückgegangen. So sind in diesem Zeitraum gut 60 Windenergieanlagen zurückgebaut worden. Dies ist jedoch in erster Linie Ausdruck für das laufende Repowering, also den Ersatz älterer durch neue Anlagen, die in der Regel höher und deutlich leistungsstärker sind. Mehr als die Hälfte der Windenergieanlagen in der Region ist mittlerweile älter als 15 Jahre. Demgegenüber sind in den vergangenen beiden Jahren gut 30 Windenergieanlagen errichtet worden. In Summe stieg die installierte Gesamtleistung somit sogar geringfügig an.

Aktuell werden in der Planungsregion Prignitz-Oberhavel 950 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 1.650 MW betrieben. Weitere 51 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von ca. 256 MW befinden sich im Bau oder wurden genehmigt.

Die Errichtung neuer Windenergieanlagen bedeutet für die betreffenden Gemeinden zusätzliche Einnahmen. So sind die Betreiber nach dem Windenergieanlagenabgabengesetz verpflichtet, den Gemeinden im Umfeld von 3 km um eine Windenergieanlage für die Dauer des Betriebes eine jährliche Sonderabgabe in Höhe von 10.000 Euro zu zahlen. Dies trifft gegenwärtig auf 61 Windenergieanlagen zu. Spätestens im Haushaltsjahr 2023 müssen dann die ersten Zahlungen gegenüber den Gemeinden geleistet werden. Spitzenreiter ist dabei die Gemeinde Karstädt, gefolgt von der Stadt Wittstock/Dosse und den Gemeinden Groß Pankow (Prignitz), Wusterhausen/Dosse sowie Plattenburg.

Neben der pauschalen Sonderabgabe können von den Betreibern auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes weitere, an die Strommenge geknüpfte Beträge an die Gemeinden im Umkreis von 2,5 km gezahlt werden, sodass sich dadurch die tatsächlichen Einnahmen noch deutlich erhöhen können.

Detaillierte Informationen können Sie den folgenden Dokumenten entnehmen: