Wechsel im Energiemanagement

Seit dem 1. November hat das Regionale Energiemanagement ein neues Gesicht. Eric Kellermann wird in den kommenden zwei Jahren die Umsetzung des Regionalen Energiekonzeptes in Prignitz-Oberhavel fortführen und Ansprechpartner für Kommunen und regionale Akteure sein. Herr Kellermann ist Absolvent der Uni Greifswald und hat dort Geographie studiert. In den nächsten Tagen wird sich Herr Kellermann bei allen regionalen Akteuren vorstellen. Die Neubesetzung war notwendig geworden, da die bisherige Regionale Energiemanagerin Heiderose Ernst nach Hohen Neuendorf gewechselt ist und dort die Stelle der Energie- und Klimaschutzbeauftragten angetreten hat. Die Regionale Planungsgemeinschaft bedankt sich bei Frau Ernst für die geleistete Arbeit, die Sie stets mit Engagement, Optimismus und Freundlichkeit ausgeübt hat. Für Ihre neue Aufgabe wünschen wir Ihr viel Erfolg.

Auftakt-Workshops zum Regionalen Energiemanagement

Im Juni fanden in den Mitgliedslandkreisen Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz die Auftakt-Workshops zur 2. Phase des Regionalen Energiemanagements statt. Im Zentrum der Workshops stand die Abstimmung mit Kommunalvertretern und regionalen Akteuren über das zukünftige Themenspektrum und die Arbeitsformate.

Ein Ergebnis in allen drei Workshops war, dass die Projektbörse weiter ausgebaut werden soll. Zudem sind die Sensibilisierung und Aktivierung privater Endverbraucher für die Erreichung der kommunalen Energie- und Klimaschutzziele wichtige Bausteine. Hierfür wurde bereits im Vorfeld mit der Verbraucherzentrale Brandenburg Informationsvorlagen für Energieberatungsangebote erarbeitet, die nun den Kommunen zur Verfügung stehen und in die Internetseiten integriert werden können. Über weitere Möglichkeiten der Unterstützung der Ämter und Gemeinden durch die Verbraucherzentrale Brandenburg informiert das Regionale Energiemanagement.

Oberhavel

Der Auftakt-Workshop in Oranienburg fand am 13. Juni statt. Die Teilnehmer verständigten sich auf die Etablierung einer Arbeitsgruppe zum Thema Mobilität auf Ebene des Landkreises. In der Arbeitsgruppe sollen die Chancen und Hemmnisse für eine effiziente und nachhaltige Mobilität besprochen werden. Wichtige Aspekte in diesem Zusammenhang sind die Elektromobilität, die Lokalisierung und Ausgestaltung der Netzknotenpunkte, die Kombinierbarkeit der verschiedenen Verkehrsträger, die Erreichbarkeit der Gewerbegebiete für Auszubildende und Fachkräfte, die Tankstellennetze für klimafreundliche Antriebe sowie die Synergieeffekte.

Darüber hinaus soll für die Kommunen in Oberhavel ein fortlaufender "Erfahrungsaustausch vor Ort" zu spezifischen Fachthemen und erfolgreichen kommunalen Projekten organisiert werden. Themen und Bedarfe können bei Frau Ernst angemeldet werden. Der erste "Erfahrungsaustausch vor Ort" fand im Juli in Hohen Neuendorf zum Thema Straßenbeleuchtung statt.

Schließlich wurde verabredet, umgesetzte kommunale Projekte im Bereich der regenerativen Energien und des Klimaschutzes dem Regionalen Energiemanagement fortlaufend mitzuteilen. Im Rahmen der regelmäßigen Beratungen des Landrats mit Bürgermeistern und Amtsdirektoren soll Frau Ernst ihrerseits über die Praxisbeispiele in der Region und die Aktivitäten des Regionalen Energiemanagements berichten.

Ostprignitz-Ruppin

Im Auftakt-Workshop in Neuruppin am 20. Juni wurde deutlich, dass es bereits vielfältige Aktivitäten zu energie- und klimarelevanten Themen gibt. Diese reichen von der Teilnahme einzelner Gemeinden am neu gegründeten kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk der Energie Mark Brandenburg, über mehrere regionale Arbeitsgruppen, die sich verschiedenen Aspekten der Mobilität widmen, bis zu konkreten Projekten wie dem "Energielabor", welches an die Potenzialstudie des Freiraum Ruppiner Landes anknüpft und in Kooperation von INKOM und Stadtwerke Neuruppin ein Beratungs-, Schulungs- und Ausstellungsangebot zum Thema erneuerbare Energien, energetisches und nachhaltiges Bauen und Umweltbildung schaffen soll.

Gleichwohl wurde deutlich, dass weiterhin Bedarf an einem Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den kommunalen Akteuren zu energie- und klimarelevanten Fragen und Projekten besteht. Hierfür soll vordergründig das Internetangebot des Regionalen Energiemanagements genutzt werden. Neben den benannten Projekten wurde Bedarf an einer Marktübersicht zu Elektro-Fahrzeugen mit besonderem Augenmerk für die Anforderungen von Firmen des Handwerks und der Gesundheitsbranche, sowie zu Informationen über Mieterstrom angemeldet. Das Thema Sektorkopplung und klimaneutrale Gewerbegebiete sollen zunächst bilateral mit der REG Nordwestbrandenburg abgestimmt werden. Darüber hinaus soll eine Übersicht der umgesetzten Maßnahmen aus den Energie- und Klimaschutzkonzepten erarbeitet werden, sodass im Anschluss Umsetzungshemmnisse diskutiert werden können.

Prignitz

Der Auftakt-Workshop im Landkreis Prignitz fand am 29. Juni in Perleberg statt. Das Veranstaltungsformat wurde ausdrücklich begrüßt und seine Fortsetzung verabredet. Neben aktuellen Energie- und Klimaschutzprojekten wurden in der Prignitz zunächst die hohen regionalen Stromkosten und Netzentgelte, der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien und die fehlende regionalen Wertschöpfung thematisiert. Bedarf wird insbesondere hinsichtlich der Artikulierung der Probleme auf Landes- und Bundesebene und die Anpassung der politischen Rahmenbedingungen gesehen. Von Interesse sind darüber hinaus Fördermöglichkeiten für die personelle Unterstützung im Bereich des Energie- und Klimaschutzes. Zudem soll das Regionale Energiemanagement regionale Informationsveranstaltungen wie den Perleberger Energietag unterstützen.

Im Herbst soll es ein Folgetreffen mit der Option der Verstetigung geben. Beim Folgetreffen soll abschließend über die prioritäre Bearbeitung weiterer Themen wie Elektromobilität, Speicher, Mieterstrom, Straßenbeleuchtung, die Wirtschaftlichkeit von Nahwärmenetzen und dezentrale regionale Lösungen entschieden werden. Außerdem sollen Projektideen für zukünftige gemeinsame Projekte benannt werden.